Dr. Joachim Sartorius

JOACHIM SARTORIUS, geboren 1946 in Fürth, wuchs in Tunis auf und lebt heute, nach langen Aufenthalten in New York, Istanbul und Nicosia, in Berlin. Von 2001 bis 2011 war er Intendant der Berliner Festspiele.

Nach abgeschlossenem juristischen Studium war er zunächst 12 Jahre im Auswärtigen Dienst (1973-1986) tätig. Von 1986 bis 1994 leitete er das Berliner Künstlerprogramm des DAAD. Anschließend war er Abteilungsleiter in der Berliner Kultursenatsverwaltung und später, von 1996 bis 2000, Generalsekretär des Goethe-Instituts in München.

 

Joachim Sartorius ist Lyriker, Herausgeber und Übersetzer der amerikanischen Literatur (insbesondere John Ashbery und Wallace Stevens). Er veröffentlichte sechs Gedichtbände, zuletzt „Hôtel des Étrangers“ (2008) und die poetischen Reisebücher „Die Prinzeninseln“ (2009) und „Mein Zypern“ (2013) sowie zahlreiche in Zusammenarbeit mit Künstlern entstandene Bücher. Sein lyrisches Werk wurde in mehrere andere Sprachen übersetzt. Er ist Herausgeber der Werkausgaben von Malcolm Lowry und William Carlos Williams sowie der Anthologien "Atlas der neuen Poesie" (1995), "Minima Poetica (1999) und "Alexandria Fata Morgana" (2001).

 

Er erhielt Stipendien der Rockefeller Foundation und des Collegium Budapest. Für seine Übersetzungen amerikanischer Lyrik wurde er mit dem Paul-Scheerbart-Preis ausgezeichnet. Im Jahre 2011 wurde er zum Chevalier des Arts et des Lettres ernannt. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.