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Frequently Asked Questions

 

Kann ich eine Förderung für die Wiederaufnahme eines vom Hauptstadtkulturfonds geförderten Projektes beantragen?

Für erfolgreich durchgeführte Projekte, die der Hauptstadtkulturfonds gefördert hat, stehen im Jahr bis zu 50.000 € zur Verfügung. Die maximale Förderung für einen Wiederaufnahmeantrag kann 15.000 € betragen. 1. Für das von uns erstmals geförderte Projekt sollte der Verwendungsnachweis mit Sachbericht/Erfolgskontrolle fristgereicht eingereicht worden sein und möglichst auch bereits die Vorprüfung des Verwendungsnach-weises durch die Bewilligungsstelle oder die Prüfung durch die Prüfgruppe unseres Haushaltsreferats erfolgt sein. (Sollte das Prüfergebnis z.B. eine Teilrückzahlung ergeben, wäre eine Wiederaufnahme-förderung ausgeschlossen). 2. Ein Wiederaufnahmeantrag kann formlos bei der Geschäftsstelle des Hauptstadtkulturfonds schriftlich gestellt werden (in doppelter Ausfertigung), mit Begründung. Diesem Antrag ist beizufügen: - Finanzierungsplan - Spielstättenbestätigung - mindestens vier Aufführungstermine sollten vereinbart sein - ausgefüllter Evaluierungsbogen (Sachbericht mit für die Erfolgskontrolle geförderter Projekte) - Pressespiegel.

 

Wann sind die Abgabetermine für Antragstellungen beim Hauptstadtkulturfonds?

Die Abgabetermine sind regelmäßig der 15. April und der 1. Oktober eines jeden Jahres für das Folgejahr. Sollten diese Tage auf einen Feiertag oder ein Wochenende fallen, können abweichende Abgabetermine festgelegt werden, die dann mit der Ausschreibung öffentlich bekannt gegeben werden. Die Anträge können persönlich abgegeben werden, es gilt zudem der Poststempel des jeweiligen Abgabetermins.

 

Fördert der Hauptstadtkulturfonds anteilig auch EU-Förderprogramme für kulturbezogene Projekte und Vorhaben?

Eine komplementäre Förderung von derartigen Kulturprojekten ist durchaus denkbar. Kunst und Kultur sind wesentliche Bestandteile der europäischen Integration. Im Masstrichter Vertrag wurde 1992 die Kulturkompetenz der Europäischen Union festgeschrieben und in Folgeverträgen bekräftigt. Dem Subsidiaritätsprinzip entsprechend fördert die EU mit speziellen Programmen Kulturprojekte, die von kulturellen Einrichtungen und Organisationen aus mehreren Ländern in Kooperation durchgeführt und kofinnaziert werden. Die nationale Kontaktstelle für die Kulturförderung der Europäischen Union - Cultural Contact Point Germany (CCP) informiert über die Kulturförderung der EU, insbesondere das KULTUR-Programm (2007-2013), und berät Kultureinrichtungen, Behörden und kulturelle Organisationen bei der Antragstellung auf Förderung durch die EU. Kontakt: Cultural Contact Point Germany Haus der Kultur Weberstraße 59 a, 53113 Bonn Referentinnen: Sabine Bornemann (Leitung), Christine Beckmann Telefon: 0228-201350, info@ccp-deutschland.de www.ccp-deutschland.de Das Portal zur Kulturförderung der Europäischen Union: www.europa-foerdert-kultur.info Hier finden Sie aktuelle Informationen zu mehr als 40 EU-programmen, die für kulturelle Vorhaben nutzbar sind.

 

Sollte man als Antragsteller/in bereits gefördert worden sein?

Antragsteller/innen aus den Bereichen Theater, Tanz und Musik sollten zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits einmal aus öffentlichen Mitteln gefördert worden sein.

 

Kann auch ein Filmprojekt beantragt werden?

Nein. Filmprojekte (Spielfilme, Dokumentarfilme, Videoclips, Postproduktion von Filmen etc.) sind von einer Förderung aus dem Hauptstadtkulturfonds ausgeschlossen. Gefördert werden können aber Filmreihen und Filmausstellungen. Hier empfiehlt sich eine Kontaktaufnahme mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, August-Bebel-Straße 26-53, 14482 Potsdam-Babelsberg; www.medienboard.de oder eine Anfrage beim Filmreferat (Referat K 35 - Angelegenheiten des Films, Film- und Videowirtschaft) des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

Was bedeutet Werkstattprogramm?

Durch den Hauptstadtkulturfonds kann auch die Erarbeitung eines konkreten Projektes auf Grundlage einer innovativen künstlerischen Idee gefördert werden. Bei erfolgversprechender Entwicklung ist auch eine anschließende Projektfinanzierung möglich. Für die Antragstellung ist das "normale" Antragsformular für die Antragstellung beim Hauptstadtkulturfonds zu verwenden. Sparte "Werkstattprogramm" anklicken unter "Ordnen Sie Ihr Projekt einer Sparte zu.

 

Kann sich ein Künstler/eine Künstlerin beim Hauptstadtkulturfonds für ein Stipendium bewerben?

Eine Stipendien-Förderung einzelner Künstler/innen durch den Hauptstadtkulturfonds ist nicht möglich. Informationen zur Stipendienvergabe des Landes Berlin in den künstlerischen Sparten sowie weiterer Projektförderungen entnehmen Sie bitte der Homepage der Kulturabteilung der Senatskanzlei www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/index.html.

 

Sollte man sich um zusätzliche Finanzierungsquellen kümmern?

Unbedingt! Die Suche nach Sponsoren und das Bemühen um andere Mittel sind sogar ausdrücklich erwünscht und sollten aus dem Finanzierungsplan ersichtlich sein.

 

Kann der gleiche Antrag bei anderen Stiftungen oder der Kulturabteilung der Senatskanzlei gestellt werden?

Grundsätzlich ja. Bei der Antragstellung sollte angegeben werden, bei welcher Institution und in welcher Höhe eine Förderung parallel beantragt wurde. Informationen zu den Fördermöglichkeiten der Kulturabteiung der Senatskanzlei können Sie erfahren unter: www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/index.html

 

Können grundsätzlich andere Stiftungen als Kooperationspartner gewonnen werden?

Ja. Einige Projekte haben gute Erfahrungen gemacht z.B. mit der Bundeszentrale für politische Bildung, der Schering Stiftung oder der Allianz-Kulturstiftung.

 

Schließen sich bestimmte Förderungen gegenseitig aus?

Ausgeschlossen sind Doppelförderungen von Förderinstitutionen, die ebenfalls Gelder des Bundes vergeben. Dies betrifft insbesondere die Kulturstiftung des Bundes (Halle/Saale), den Fonds Darstellende Künste e.V., den Fonds Soziokultur (Bonn), den Kunstfonds e.V. (Bonn) , den Deutschen Literaturfonds (Darmstadt) und den Deutschen Übersetzerfonds (Berlin).

 

Gibt es für Projekte, die dem Kulturaustausch dienen, zusätzliche Fördermöglichkeiten?

Es wird empfohlen, sich mit den Botschaften und Kulturinstituten der entsprechenden Länder in Verbindung zu setzen. In der Regel wird jedoch erwartet, daß derartige Projekte von den Partnerländern selbst finanziert werden.

 

Kann man mehrmals hintereinander eine Förderung erhalten?

Eine institutionelle und über Jahre währende Förderung ist in der Regel ausgeschlossen. Für fortlaufende und aufeinander folgende Projekte und Veranstaltungen (serielle Förderungen) ist eine Förderung nicht möglich, es sei denn, dass der Gemeinsame Ausschuss für den Hauptstadtkulturfonds in Einzelfällen Ausnahmen zuläßt.

 

Was ist eine Regelförderung?

Der Gemeinsame Ausschuss entscheidet auf Grundlage des Juryvotums in Ausnahmefällen über die Förderung von wiederkehrenden kulturpolitsch besonders bedeutsamen Veranstaltungen oder Maßnahmen von Berliner Institutionen/Antragstellern. Dies betrifft aktuell das internationale literaturfestival berlin, das Poesiefestival Berlin, den europäischen Musik Sommer "young euro classic" und den Tanzschwerpunkt mit Förderung der Compagnie Sasha Waltz & Guests und des Tanz im August, wobei für diese Veranstaltungen über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren jährlich eine bestimmte Summe zur Verfügung steht.

 

Wo und bei wem kann man sich für die Antragstellung beraten lassen?

Der Kurator, Hans Helmut Prinzler, und der Leiter der Geschäftsstelle, Siegfried Langbehn, stehen für Fragen formaler sowie inhaltlicher Art zur Verfügung.

 

Darf man einen (abgelehnten) Antrag wiederholt einreichen?

Im Prinzip kann ein abgelehnter Antrag ein zweites Mal eingereicht werden. Es empfiehlt sich jedoch eine vorherige Beratung in der Geschäftsstelle des Hauptstadtkulturfonds, sei es beim Kurator, Dr. Bernd Wilms, oder dem Leiter der Geschäftsstelle, Siegfried Langbehn.

 

Gibt es einen Rechtsanspruch auf eine Förderung?

Nein, es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Förderung seitens des Hauptstadtkulturfonds.

 

Erhält man die Bewerbungsunterlagen nach Abschluss des Antragsverfahrens zurück?

Nein, die eingereichten Anträge einschließlich der Projektbeschreibung werden nicht an die Antragsteller/innen zurückgegeben. Eventuell eingereichtes weiteres Informations-/Anschauungsmaterial (Kataloge, CDs, DVDs, Videokassetten etc.) - in einfacher Ausfertigung - kann innerhalb von zwei Wochen nach der Entscheidung des Gemeinsamen Ausschusses in der Geschäftsstelle des Hauptstadtkulturfonds abgeholt werden. Diese Unterlagen können nicht archiviert werden.

 

Muss der Antragsteller/die Antragstellerin in Berlin leben?

Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen des In- und Auslandes, wobei internationale Kooperationspartnerschaften möglich und erwünscht sind. Voraussetzung für die Antragstellung ist, dass das Projekt für Berlin erarbeitet und in Berlin präsentiert wird. Die Realisierung des Projektes sollte in Kooperation mit einem Berliner Partner erfolgen. Erfahrungsgemäß leben die meisten Antragsteller/innen in Berlin, was sich bei der Planung sowie Durchführung eines Projektes als Vorteil erweist.

 

Muss der Antragsteller/die Antragstellerin einen Nachweis über den Veranstaltungsort vorlegen?

Ja, eine derartige Bestätigung ist unbedingt erforderlich. Der Veranstaltungsort als Teil des Konzeptes ist unverzichtbar für die Bewertung des geplanten Vorhabens.

 

Muss ein Sonderkonto eingerichtet werden?

Ja, die Einrichtung eines Sonderkontos ist notwendig. Achtung! Aber erst, wenn ein Projekt für eine Förderung ausgewählt und ein Zuwendungsbescheid erteilt worden ist.

 

Wird auch die Dokumentation eines Projektes gefördert?

Im Zusammenhang mit der Realisierung eines Projektes grundsätzlich ja. Eine reine Katalogförderung oder Druckkostenzuschüsse für Verlagsproduktionen gibt es nicht.

 

Wird auch die Werbung für ein Projekt gefördert?

Ja, die geplanten Ausgaben für Werbemaßnahmen sind als solche im Finanzierungspan aufzuführen.

 

Kann man als Antragsteller ggf. die Gründe für eine Ablehnung erfahren?

Die Ablehnung eines Projektes wird nicht begründet. Die innerhalb der Jury und/oder des Gemeinsamen Ausschusses diskutierten Gründe sind vertraulich und werden nicht publik gemacht. Es besteht aber die Möglichkeit, im Rahmen eines Beratungsgesprächs mit der Kuratorin/dem Kurator oder dem Leiter der Geschäftsstelle die Chancen für eine eventuelle Wiedereinreichung eines Projektes erläutert zu bekommen.

 

Wer beruft die Jury-Mitglieder und nach welchen Kriterien?

Die Jury-Mitglieder werden vom Gemeinsamen Ausschuss für den Hauptstadtkulturfonds auf Vorschlag des Kurators in Abstimmung mit der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg und dem Rat für die Künste Berlin für jeweils zwei Jahre berufen. Die Mitglieder der Jury sollen mit dem kulturellen Leben Berlins vertraut und aufgrund beruflicher Qualifikation auch in der Lage sein, die Voraussetzungen und Ergebnisse kultureller Veranstaltungen zutreffend einzuschätzen.

 

Wer ist Mitglied im Gemeinsamen Ausschuss für den Hauptstadtkulturfonds?

Der Gemeinsame Ausschuss für den Hauptstadtkulturfonds setzt sich aus vier Personen zusammen: - Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister (Vorsitz) - Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) - André Schmitz, Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten in der Senatskanzlei des Senats von Berlin - MinDir Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel, Abteilungsleiterin Kultur und Medien bei dem BKM

 

Wie wird der Kurator/die Kuratorin bestimmt?

Der Kurator/die Kuratorin wird vom Gemeinsamen Ausschuss für den Hauptstadtkulturfonds für zwei Jahre berufen. Eine einmalige Wiederberufung ist möglich.

 

Welche Aufgaben hat der Kurator/die Kuratorin?

Der Kurator/die Kuratorin für den Hauptstadtkulturfonds bereitet die Entscheidungen für den Gemeinsamen Ausschuss vor. Er/sie führt mit Stimmrecht den Vorsitz in der Jury und nimmt an deren Sitzungen teil. Er/sie unterbreitet dem Gemeinsamen Ausschuss die Förderempfehlungen der Jury und trägt ggf. eigene vor. Beratungstermine für Antragsteller/innen können unmittelbar mit dem Kurator/der Kuratorin in der Regel aber mit der Geschäftsstelle vereinbart werden.