Across the middle past the east

ACROSS THE MIDDLE, PAST THE EAST

 

AN UNSETTLED CABARET

 

Ein Cabaret mit Schnaps und Musik, Glamour und schwarzem Humor: Ein temporäres Kollektiv weiblich-identifizierter Künstlerinnen mit Wurzeln im östlichen Mittelmeerraum vertieft sich in die Komplexität ihrer geteilten Herkunftsregion: Gemeinsam enthüllen sie die Geflechte aus Kulturen, Nationen und Identitäten und deren Verwicklung innerhalb ihrer Geschichten und Narrative, Wünsche und Träume. Was unterscheidet Individuen von ihrer nationalen Identität und wie kann Denken entnationalisiert werden, ohne kulturelle Identitäten aufzugeben? Wie kann man unter Berücksichtigung von Privileg, politischen und sozialen Konflikten und kulturellen Unterschieden miteinander sprechen und arbeiten? Kann diese Zusammenarbeit ein Akt des Widerstands gegen systemische Unterdrückung sein? Mit den Augen ihrer Vorfahren und weiblichen Vorbildern aus vorangegangenen Generationen werfen sie einen Blick auf die Möglichkeiten und Notwendigkeiten des Kunstschaffens in Zeiten des verschärften Patriarchats. Manche Dinge haben sich verändert und Einiges ist geblieben - noch immer finden sie sich stets auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Sie bestehen auf das Recht zu komplexen Identitäten, in Kontakt und Austausch mit fremden Körpern zu treten, an unbekannte Orte zu reisen, und dabei immer wieder ein neues Zuhause im Exil zu finden..

 

 

VON UND MIT Enana, Fulvia Dallal, Roni Katz, Diva Maguy, Sirine Malas, Lee Mèir, Moona Moon, Rasha Nahas, Miranda De La Frontera KONZEPT Roni Katz, Lee Méir GÄSTE Sandra Noeth, Kattrin Deufert, Nedjma Hadj Benchelabi LICHT Gretchen Blegen PRODUKTION Annett Hardegen

 

Eine Produktion von Roni Katz + Lee Méir in Kollaboration mit Vierte Welt. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds und der Stiftung Zurückgeben. Medienpartner: taz.die tageszeitung

Antragsteller/in Lee Méir

Veranstaltungstermin 8.12.17 25.1.2018 bis 28.01.2018

Veranstaltungsort Vierte Welt u Sophiensaele

Förderbetrag 50.000€

Kooperationen Vierte Welt

Some Significance

Den Ausgangspunkt für ›Some Significance‹ bildet die Auseinandersetzung mit Modellen aus dem Bereich der Naturwissenschaften, insbesondere der Physik. Woher beziehen diese abstrahierten Denkbilder – die Welle, das Teilchen, das Elektron oder das Atom – ihre ungeheure Wirkungsmacht und Anziehungskraft? Völlig selbstverständlich fügen wir sie in unsere alltägliche Wahrnehmung der Welt ein – so als handele es sich um greifbare Dinge wie Äpfel oder Murmeln.

 

Modelle durchkreuzen gängige Unterscheidungsmuster zwischen Kunst und Wissenschaft, in denen argumentiert wird, dass die Kunst die Wirklichkeit mit Fiktionen überschreibt, während die Wissenschaft analysiert, was und wie die Realität ‚wirklich’ ist. Sie besetzen die Grenze zwischen Wissen und Nicht-Wissen, Erkenntnis und Imagination. Wir (er)finden Modelle wie kleine und große Erzählungen, die dazu da sind, etwas zuvor Unerklärliches zu verdichten, zu konkretisieren, zu veranschaulichen. Was irgendwann die Form eines mehr oder weniger übersichtlichen Schaubildes annimmt und ein mehr oder weniger über Expertenkreise hinaus reichendes Eigenleben im kollektiven Bewusstsein führt, verweist dabei auf etwas sehr Konkretes, nämlich auf die kleinteilige, aufwändige, oft mühselige Arbeit im Labor. Und anders als das Modell ist das Experiment kein steriler, abstrakter Raum, sondern ein materieller Ort der Behauptung, der Erwartung, und des Risikos.

Antragsteller/in Eva Meyer-Keller

Veranstaltungstermin 1.-4.2.2018

Veranstaltungsort Sophiensaele - Berlin

Förderbetrag 50.000

Kooperationen PACT Zollverein (Essen), Sophiensaele (Berlin)

Internetseiten evamk.de/; www.pac...ensaele.com/