Die Kinder über dem Informationsmeer

Das Internet verführt manch Nutzer*in zur ungefragten und anonymen Äußerung in Bewertungen und Kommentaren. Dieses Phänomen macht auch vor der Musik keinen Halt und verdrängt zunehmend die klassische Konzertkritik. In Thomas Meadowcrofts neuem Werk "Die Kinder über den Informationsmeer" für Kinderchor und Streichorchester zitiert der Mädchenchor II & III der Sing-Akademie zu Berlin kritische Reaktionen auf klassische Musik aus sozialen Medien und bringt zugleich Erwartungen an eine digitale Zukunft zum Ausdruck. Dem gegenüber stellt das Solistenensemble Kaleidoskop Schönbergs Klassiker "Verklärte Nacht". Die Tondichtung handelt von einem Paar, das jenseits von gesellschaftlichen Erwartungshaltungen eine unkonventionelle Familie gründen möchte. Abgerundet wird das Programm durch das Acapella-Chorwerk "Memento salutis auctor" des englischen Renaissance-Komponisten William Byrd.

 

Mit: Solistenensemble Kaleidoskop, Mädchenchor II+III der Sing-Akademie zu Berlin

Chorleitung: Gudrun Gierszal, Eva Spaeth

 

Programm:

Arnold Schönberg: "Verklärte Nacht", op. 4 für Streichorchester (1917/1943)

William Byrd: "Memento salutis auctor" (1605)

Thomas Meadowcroft: "Die Kinder über dem Informationsmeer" (2019)

Antragsteller/in Thomas Meadowcroft

Veranstaltungstermin 20.11.2019, 19:00 Uhr

Veranstaltungsort Konzerthaus Berlin

Förderbetrag 34.000 €

Kooperationen Konzerthaus Berlin

Internetseiten https://www.konzer...idoskop/5185

Kontraklang

Kontraklang ist eine monatliche Konzertreihe für zeitgenössische Musik in Berlin. Die Reihe spiegelt die Vielfalt der Berliner Szenen der zeitgenössischen Musik wider und ist zugleich ein Forum für aktuelle Strömungen.

 

Kontraklang bildet dabei nicht nur die künstlerische Vielfalt der zeitgenössischen Musik in Berlin und weltweit ab, sondern unterstützt sie und treibt sie aktiv voran. Wir präsentieren schwerpunktmäßig Kammermusik sowie neue künstlerische Ansätze, mit denen sie in einen Austausch tritt, darunter Klangkunst, Composer-Performer-Praktiken, medienbasierte künstlerische Arbeit und Musiktheater. Mit einem eklektischen und dynamischen Programm, in dem unterschiedliche Stile und Generationen vertreten sind und Geschlechtergleichstellung berücksichtigt wird, richtet sich Kontraklang an ein breites, bunt gemischtes Publikum.

 

13.3.:

ICTUS PLAYS SAFE

Heimathafen Neukölln

 

Oxana Omelchuk und Julie Pfleiderer: SAFE

Ensemble Ictus

Caroline Daish

 

 

11.4.:

ON / OFF - Werke mit und ohne Elektronik

Heimathafen Neukölln

 

Werke von Sarah Nemtsov und Malte Giesen

Ensemble Adapter

 

 

13.5.

4 DUOS

Arkaoda

 

Ute Wassermann + Tomomi Adachi

Talking Machine

Marie Takahashi + Cedrik Fermont

 

 

15.6.

FOR ORGAN AND BRASS

Lindenkirche Wilmersdorf

 

Werke von Ellen Arkbro und Hanne Darboven

Ellen Arkbro

Alexander Moosbrugger

Zinc & Copper

 

 

26. und 29.9.

KONTRAKLANG X KONTAKTE

Akademie der Künste

 

Werke von Simon Løffler und Helmut Oehring

Ensemble El Perro Andaluz

 

 

Oktober

tbd

 

 

15.12.

PERFORMING FIXED MEDIA

silent green

 

Werke von Miya Masaoka, Shelley Hirsch, Pamela Z u.a.

Miya Masaoka u.a.

Antragsteller/in Blazanovic Klingenschmitt Williams GbR

Veranstaltungstermin 13. März, 11. April, 13. Mai, 15. Juni, 26. und 29. September, ein Termin im Oktober und 15. Dezember 2019

Veranstaltungsort Heimathafen Neukölln, Arkaoda, Lindenkirche Wilmersdorf, Akademie der Künste, silent green

Förderbetrag 100.000,- Euro

Kooperationen Festival Kontakte der Akademie der Künste

Internetseiten www.kontraklang.de

Pressestimmen

WOANDERS - Konzert / Performance / Installation

Zum ersten Mal wurde Masha Qrella auf Thomas Brasch in Marion Braschs Roman “Ab jetzt ist Ruhe“ aufmerksam. Dabei kam ihr die persönliche Perspektive der Autorin vertraut vor: Eine Familiengeschichte der DDR-Nomenklatura aus der Perspektive der kleinen Schwester. Sie begann Texte von Thomas Brasch zu lesen, deutschsprachige Texte, die sie nicht mehr losließen: “Wie soll ich dir das beschreiben? Ich kann nicht tanzen. Ich warte nur. In einem Saal aus Stille hier treiben Geister ihren Tanz gegen die Uhr.“

 

Qrella, die bis dato ihre Lieder auf Englisch gesungen hatte, begann, ohne das Ziel einer Vertonung vor Augen zu haben, Braschs Textzeilen, die ihr nicht mehr aus dem Kopf gingen, zu singen.

Im musikalischen Zwiegespräch mit sich, ihren Mitmusikern und Gästen konfrontiert sie uns in Woanders mit den heftigen Aufforderungen von Thomas Braschs Gedichten, sich zu beteiligen an der Auseinandersetzung mit der Welt und der eigenen Existenz in ihr.

WOANDERS versucht “das Ungeheuerliche erst mal zu denken“ und den Raum zu schaffen, den Thomas Brasch als “Bleiben wo ich nie gewesen bin“ herbeigesehnt hat. Einen Ort, der Außen und Innen verbindet, “unter und über den Märchen“.

 

Bild: WOANDERS von Masha Qrella (Foto: Diana Näcke)

Antragsteller/in Masha Qrella

Veranstaltungstermin Premiere am 4.12.2019 um 20 Uhr. Weitere Vorstellungen am 5.12. um 20 Uhr und 6.+7.12. um 20:30 Uhr.

Veranstaltungsort HAU Hebbel am Ufer (HAU2)

Förderbetrag 33.500€

Kooperationen WOANDERS ist eine Produktion von Masha Qrella. In Koproduktion mit dem HAU Hebbel am Ufer Berlin und WUK performing arts Wien. Gefördert aus Mitteln des Landes Berlin, Senatsverwaltung für Kultur und Europa und durch den Hauptstadtkulturfonds.

Internetseiten www.mashaqrella.de...l-am-ufer.de

Pressestimmen