BAM! - Berliner Festival für aktuelles Musiktheater

Berlin ist international eines der wichtigsten Zentren neuen Musiktheaters. Wohl nirgendwo gibt es eine größere Anzahl von Ensembles, Gruppen und Einzelakteuren, die sich einem alternativen Musiktheater jenseits der Oper verschrieben haben. BAM! ist das Festival dieser freien Musiktheaterszene Berlins. Ausgetragen wird es vom Verein „Zeitgenössisches Musiktheater Berlin“, in dem sie sich organisiert.

 

BAM! bietet einen Marathon von 14 Uraufführungen und insgesamt mehr als 30 Aufführungen, ausgetragen an 13 Orten zwischen Oranienburger und Invalidenstraße in Berlin-Mitte, alle in Gehweite voneinander entfernt.

 

Eine wesentliche Gemeinsamkeit vieler Produktionen des Festivals bildet ihr Bestreben, die abstrakte Formensprache des Musiktheaters der klassischen Avantgarde zu überwinden und zu Methoden eines selbstreflexiven neuen Erzählens zu finden. Unterschiedlichste Wege werden hierbei beschritten, fast immer richten sich vorhandene Narrative dabei auf soziale oder politische Problemstellungen unserer Zeit. Ein begleitendes Diskussionspanel setzt sich mit der Frage auseinander, wie sich Musiktheater heute positioniert im Spannungsfeld zwischen Narration und performativem Akt.

 

Einen wichtigen Impuls bezieht BAM! aus der Besonderheit des Areals. Renommierte Spielstätten finden in Berlin-Mitte zusammen mit letzten Bastionen alternativer Subkultur und site-spezifischer Bespielung von öffentlichem Raum. Die freie Musiktheaterszene Berlins – so zeigt es sich auch in diesem Zusammenhang – besitzt ein waches zeitpolitisches Bewusstsein: Die Arbeiten thematisieren die Geschichte und besonders die aktuelle Gentrifizierung dieses Viertels. BAM! wird so zu einem Festival nicht nur in, sondern auch über Berlin-Mitte.

 

Antragsteller/in ZMB - Zeitgenössisches Musiktheater Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 20. - 23. September 2018

Veranstaltungsort Aufführungsorte und Partner: Sophiensaele, Werkhaus Heckmann-Höfe, Villa Elisabeth, St. Elisabeth-Kirche, Acker Stadt Palast, ACUD, Kunsthaus KuLe, Z-Bar, Club der Polnischen Versager, Galerie Martin Mertens, Buchladen Ocelot, HRD Bar Art House

Förderbetrag 190.000 €

Internetseiten www.bam-berlin.org