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Projekt

Die letzte Oper

 

Antragsteller/in

Berliner Kammeroper e.V./Kay Kuntze

Termin

3., 4., 6., 7., 8. März 2012 und 28. April 2012

Veranstaltungsort

Werner-Otto-Saal im Konzerthaus Berlin

Kooperation

Konzerthaus Berlin

Inhalt

DIE LETZTE OPER
Peter Eötvös: Radames / Harakiri

Mit: Annette Schönmüller, Nicholas Isherwood, David Schroeder, Tim Severloh
Instrumentalensemble der Berliner Kammeroper: Christian Raake (Sopransaxophon und Shakuhachi), Dietmar Herriger (Shakuhachi), Anton Richter (Horn), Philipp Krüger (Tuba)

Musikalische Leitung: Philip Mayers
Regie: Kay Kuntze
Bühne und Kostüme: Mathias Rümmler
Dramaturgie: Katharina Tarján
Produktionsleitung: Karin Lindner


Peter Eötvös (*1944) ist einer der renommiertesten Interpreten Neuer Musik und erfindungsreichsten zeitgenössischen Komponisten. Der Eötvös-Doppelabend "Die letzte Oper", der die Kammeroper Radames (1975/1997) mit der 1973 komponierten theatralen Aktion Harakiri verbindet, ist eine Groteske über die Zukunft der Oper, die trotz ihres geistreichen und spielerischen Humors wie eine düstere Vorahnung, ein Alptraum von einer nicht allzu fernen Zukunft wirkt. Diese beiden selten gespielten kleinen Meisterwerke zeigt die Berliner Kammeroper in Koproduktion mit dem Konzerthaus erstmalig in Berlin.

Bei einer Opernprobe des Sterbeduetts aus Verdis Aida muss ein Countertenor, der aufgrund von Einsparungen im Etat als einziges Ensemblemitglied übrig geblieben ist, sowohl die Rolle der Aida in seiner Falsettlage als auch die des Radames in seiner Tenorlage singen, begleitet von den drei Musikern, die sich das kaputt gesparte Theater noch leisten kann. Drei Regisseure (offenbar ist am „Wasserkopf“ der Institution weniger eingespart worden...) arbeiten parallel mit dem Sänger, bis dieser unter dem Druck zerbricht. Sein Tod wird zum künstlerischen Höhepunkt, bedeutet aber auch das Ende des gesamten Opernbetriebs. Doch der Tod gehört zum Leben: Mit Harakiri, einer „Szene mit Musik“ nach einem Text des ungarischen Untergrundkünstlers Istvan Bálint, wird die Geschichte auf ungewöhnliche Weise zu Ende erzählt. Bálint schrieb seinen Text als Reaktion auf den skandalträchtigen Tod des japanischen Schriftstellers Yukio Mishima, der 1970 das Kunstwerk seines Lebens mit einem lange angekündigten, sorgfältig inszenierten Harakiri krönte.



www.berlinerkammeroper.de
www.konzerthaus.de

 

Bilder

01/02
 

BKO Die Letzte Oper, Annette Schönmüller, Nicholas Isherwood, Bild: Mathias Rümmler

 

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