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Projekt

Alfredo Jaar – The way it is. Eine Ästhetik des Widerstands

 

Antragsteller/in

Neue Gesellschaft für Bildende Kunst

Termin

In der NGBK: 15. Juni – 19. August 2012
In der Berlinischen Galerie: 15. Juni – 17. September 2012
In der Alten Nationalgalerie: 15. Juni – 16. September 2012

Veranstaltungsort

Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlinische Galerie, Alte Nationalgalerie

Kooperation

Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK) in Zusammenarbeit mit der Berlinischen Galerie, der Nationalgalerie - Staatliche Museen zu Berlin sowie dem Berliner Künstlerprogramm / DAAD.

Inhalt

Die Neue Gesellschaft für Bildende Kunst zeigt eine Ausstellung des chilenischen Künstlers Alfredo Jaar (Santiago de Chile, *1956), die in sechs Werkgruppen gegliedert zeitgleich in drei Berliner Institutionen präsentiert wird. Die monografische Ausstellung ermöglicht einen retrospektiven Überblick über fast vier Jahrzehnte künstlerische Produktion. Sie gibt Einblick in die politische Brisanz der Arbeiten des zweifachen documenta-Teilnehmers und macht die vom Künstler angewandten kritischen Verfahren der Archivierung, der Recherche und der Intervention nachvollziehbar.

Der als Architekt und Filmemacher ausgebildete Künstler arbeitet mit städtischen Räumen wie mit Museumsräumen. Er seziert Oberflächen und Strukturen, produziert raum- und gesellschaftsbezogene künstlerische Statements. Schwerpunkte der Ausstellung setzen sich mit der Beobachtung von Bildsprachen und Bildprogrammen sowie mit deren Dekonstruktion auseinander, vom Künstler als „die Politk der Bilder“ bezeichnet. Sie thematisieren die künstlerische Strategie der Bildverweigerung, stellen Jaars Recherchearbeit vor und zeigen seine Überlegungen zur Präsentation und Erreichbarkeit verschiedener Öffentlichkeiten. Untersuchungen der Visualisierung politischer und sozialer Ereignisse und der Umgang mit daraus entstehenden Bildern lassen Alfredo Jaars kritischen Zugriff auf Medien und Medienöffentlichkeiten nachvollziehbar werden.
Ausgangspunkt und Bezugsgröße der Kunst Alfredo Jaars ist stets die systematische und gründliche Analyse der Hintergründe und Wirkungen konkreter Ereignisse und Situationen, die der Methode des Architekten entspricht. Bereits frühe Arbeiten der 1970er Jahre beschäftigten sich mit Widerstandsformen im öffentlichen und halböffentlichen Raum und kritisierten damit die Verhältnisse in Chile, ohne von der staatlichen Zensur belangt werden zu können. Auch nach Jaars Übersiedlung nach New York, auf die eine internationale künstlerische Karriere folgte, kamen die in Chile entwickelten und erprobten poetischen Verfahren weiterhin zur Anwendung.


www.ngbk.de

 
 

Bilder

01/04
 

»Chile 1981, Before Leaving «, 1981

 

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