berlin westhafen - hafenbecken I+II - umschlagplatz klang (UA)

Nachdem die anderen Häfen Berlins längst einer anderen Nutzung zugeführt wurden wartet das Westhafen-Gelände in Innenstadtlage geradezu darauf, von einem Publikum entdeckt zu werden. Für die Inszenierung von berlin westhafen - hafenbecken I+II - umschlagplatz klang (UA der Berliner Neufassung) von Daniel Ott und Enrico Stolzenburg wird das Alte und Neue des Hafenraums zum lebendig erlebbaren Klangraum und das Publikum ein aktiver Teil des Ganzen.

 

Je nach Standort und Blickwinkel erleben alle Beteiligten eine unterschiedliche Gesamtkomposition. Nach der freien Bewegung innerhalb des ersten Teils, die eine Wanderung ist zwischen den einzelnen musikalischen Geschichten und zum Ausloten von Distanzen und Klanglandschaften einlädt, dient der zweite und dritte Teil der Untersuchung unterschiedlichster Raumklänge auf dem Weg in die große Halle. Der Besucherweg folgt damit der Dramaturgie des Ortes selbst. So wie jede Ware in der Halle landet, erlebt jede/r Zuschauer*in nach der Erforschung verschiedener musikalischer und räumlicher Installationen das Finale als logischen Schlusspunkt seiner Bewegung im Hafen.

 

In drei Teilen also werden die Besucher musikalisch durch das Hafengelände geführt und erleben den Hafen in Betrieb als kulturell lebendigen und verklanglichten Ort. Die Musiker*innen werden zu Klangträgern – der Klang der Instrumente nimmt den Dialog mit den Hafengeräuschen, der Architektur, dem Licht, dem Wasser, den Maschinen vor Ort auf.

 

Gleichzeit wird berlin westhafen - umschlagplatz klang (UA) zu einem Projekt, das zahlreiche Musiker*innen und Ensembles aus Berlin mit dem Schwerpunkt zeitgenössische Musik integriert: KNM Berlin, Ensemble Mosaik, ZAFRAAN Ensemble, Ensemble LUX:NM, Sonar Quartett, Ensemble Kaleidoskop und Gäste unter der musikalischen Leitung von Titus Engel, der sich schon mehrfach für die Kooperation der Berliner Ensembles verdient gemacht hat.

 

Aus vielen Einzelnen wird ein gemeinsames Werk, das die Bedeutung zeitaktueller Musikproduktion in das Zentrum der Stadt Berlin setzt – mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Nur in Berlin ist ein solches Projekt aus der Freien Szene heraus möglich. Denn nur hier gibt eine solche Dichte an professionellen Musiker*innen und Ensembles verbunden durch den Wunsch der Kooperation und gemeinsamen Stärkung des Genres.

 

www.kulturkontakte-ev.de

www.danielott.com

www.kultkom.de

www.umschlagplatzklang.de

Antragsteller/in KULTURKONTAKTE e.V.

Veranstaltungstermin 14.8.2020 18:30 Uhr 15.8.2020 18:30 Uhr 16.8.2020 18:30 Uhr

Veranstaltungsort Westhafen Berlin, Westhafenstraße, 13353 Berlin

Förderbetrag 180.000 Euro

Kooperationen BEHALA, KNM Berlin, Ensemble Mosaik, ZAFRAAN Ensemble, Ensemble LUX:NM, Sonar Quartett, Ensemble Kaleidoskop und Gäste

Internetseiten www.umschlagplatzklang.de

Dead On Arrival #1: Lasst mich in Ruhe mit Euren Gewissensbissen, das ist doch so schöne Phys... Musik!

Am 50. Jahrestag des Atomwaffensperrvertrags rüstet PHØNIX16 auf und modernisiert sein Arsenal. Aus den Industrial-Klängen von Throbbing Gristle, Daphne Orams, nervenzerreißenden Extremperformanz-Vokalterror-Klängen in von Diamanda Galas, werden neue Fassungen mit maximaler vokaler Sprengkraft. Zusammen mit Antoine Brumels sogenannten Erdbeben-Messe und Luigi Nonos „Djamilla Boupacha“ entsteht ein Blockbuster der Musik für Stimmen jenseits der Genrezuordnungen. Ist das überhaupt noch zeitgenössische Musik? Was hat der Brumel mit Throbbing Gristle zu tun und Nono mit Galas? Ist das nicht Pop? Ist das nicht Crossover?

Lasst mich in Ruhe mit Euren Gewissensbissen, das ist doch so schöne Musik!

 

Das Konzert gehört der Reihe Dead On Arrival 2020 des Ensembles PHØNIX16.

 

Junge Reporter: Das Ensemble PHØNIX16 legt sich unters Brennglas seines Konzertpublikums. Kann Schönklang politisch sein? Spricht Musik immer automatisch für sich? Ist Schubladendenken künstlerisch destruktiv? Und ist ein Konzertprogramm wirklich mit Ende des Konzertes „gestorben“? In einem Workshopprogramm begleiten die JungeReporter das Ensemble PHØNIX16 ein ganzes Jahr lang bei seinem Konzertzyklus „Dead on Arrival“. Das Team beobachtet, dokumentiert, diskutiert und hinterfragt das Schaffen der Sängerinnen und Sänger.

Antragsteller/in PHØNIX16

Veranstaltungstermin 5. März 2020 - 20 Uhr

Veranstaltungsort Silent Green - Wedding

Förderbetrag 105.000 Euro

Kooperationen Silent Green Kulturquartier

Internetseiten https://www.facebo...92857649164/