
Lesbian Legacies
Recipient of the funding:
Scherben e.V.
Internet:
Scherben.in
Termine
Scherben
Leipziger Straße 61, 10117 BerlinLesbian Legacies: Frauen, Queerness, Kunst, Geschichte
Visual arts Exhibition
Lesbian Legacies hebt als dreiteilige Ausstellungsreihe bisher übersehenes hervor und würdigt lesbische Künstler:innen als Avantgarde.
Der Kunstraum Scherben Berlin zeigt mit der dreiteiligen Reihe Lesbian Legacies einen faszinierenden Blick auf Kunstgeschichte. Im Mittelpunkt stehen lange vernachlässigte Perspektiven. Die Ausstellungen würdigen lesbische Künstler*innen als künstlerische wie gesellschaftliche Avantgarde, die gängige Narrative herausfordert und erweitert. Am 1. Mai 2025 startet Die Reihe mit Grace of Desire, einer Neubewertung des Surrealismus durch queere Fotograf:innen. Historische und aktuelle Arbeiten beleuchten die subversive Kraft surrealistischer Bildsprachen neu. Danach folgt Archive Affections mit zeitgenössischen Werken, die den etablierten Kanon hinterfragen und alternative Erzählungen entwickeln. Den Abschluss bildet The Butch is Here To Stay, eine hymnische Hommage an „female masculinities“ und ein Statement lesbischer Sichtbarkeit. Die Trilogie skizziert das kulturelle Erbe lesbischer Positionen von der klassischen Moderne bis heute. Sie lädt Künstler:innen und Publikum ein, diesen wenig bekannten Kanon zu entdecken und sein ästhetisches wie gesellschaftliches Potenzial zu nutzen. Das Projekt reagiert auf die cis-männliche Dominanz, die auch in der queeren Kunstwelt wirkt. Zugleich will es die Renaissance der lange marginalisierten Selbstbezeichnung „lesbisch“ stärken und zu Diskurs, Begegnung und Aktion anregen. Jetzt erst recht! Angesichts wachsender Angriffe auf künstlerische Freiheit und queerfeindlicher Tendenzen versteht sich Lesbian Legacies als mehr als Raum für Reflexion. Die Reihe erkundet queere Kunst als Quelle von Resilienz und Widerstand und setzt ein Zeichen für gleiche Rechte, Vielfalt und künstlerischen Eigensinn. Konzipiert und kuratiert wurde das Projekt von Tarik Kentouche, Lorenz Liebig und Dr. Birgit Bosold. Sie gilt als eine der profiliertesten Expertinnen für die Präsentation des queeren Kulturerbes.