Film

Berlin international - Rare Blicke ausländischer Filmschaffender

Zuwendungsempfänger:in:
Jan Gympel

Kooperationspartner:
Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Internet:
Zeughauskino

Termine

Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums
Unter den Linden 2, 10117 Berlin
Do. 01.10. - Sa. 21.11.2020

Film Aufführung

Die Retrospektive präsentiert 25 selten gezeigte Beispiele dafür, wie ausländische Filmschaffende im 20. Jahrhundert auf Berlin blickten.

Als Hauptstadt eines Landes, das im zwanzigsten Jahrhundert eine wichtige Rolle spielte, als Schauplatz globaler Krisen und Konflikte, ist Berlin seit langem auch für ausländische Filmproduktionen interessant. Viele der Arbeiten nicht-deutscher Produzenten, Regisseure und/oder Drehbuchautoren, die in Berlin spielen und oft auch hier gedreht wurden, sind in der Stadt jedoch nahezu unbekannt, und dies selbst unter Cinéasten und Filmhistorikern. Denn diese Filme waren hier lange nicht mehr zu sehen und sind oft nur noch schwierig zu beschaffen. Genau hundert Jahre nach der Entstehung Groß-Berlins möchte die Retrospektive „Berlin international“ rund zwei Dutzend solcher Raritäten wieder auf die Leinwand bringen: Ausländische Bilder von Berlin, entstanden zwischen 1924 und 1995, viele von ihnen seinerzeit weithin beachtet und erfolgreich, Werke renommierter Künstler. 25 Beispiele dafür, wie der Blick von Filmschaffenden aus den USA, aus Großbritannien, Frankreich, der Sowjetunion, Belgien, Italien, der Schweiz, der Türkei oder dem Iran, aber auch vor den Nazis geflüchteter Deutscher auf die Stadt in verschiedenen Dekaden aussah und wie er sich wandelte: Von Darstellungen des Elends kurz nach dem Ersten Weltkrieg über zahlreiche Filme, in denen es um den Nationalsozialismus, seinen Krieg und den ihm folgenden Ost-West-Konflikt geht, bis hin zu Geschichten, die sich um die türkische Einwanderung drehen oder den Westteil der Stadt als Lebensraum für Nonkonformisten und Außenseiter zeigen. Den zeitlichen Endpunkt bildet eine Produktion, die weder den Nationalsozialismus noch die deutsche Teilung thematisiert – und damit zeigt, wie sich Berlins internationales Image inzwischen weiterentwickelt hat: Die Stadt ist auch für ausländische Filmschaffende wieder interessant als eine internationale Metropole wie andere, ohne Bezugnahme auf die belastete und belastende Vergangenheit.

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