Zeitgeschichte

BONE MUSIC

Zuwendungsempfänger:in:
Buero Doering - Fachhandel für Ereignisse GmbH

Kooperationspartner:
Dussmann, Berzirksamt Lichtenberg, Gedenkstätte Hohenschönhausen

Internet:
Bone Music Website

Termine

Villa Heike
Freienwalder Straße 17, 13055 Berlin
Sa. 14.08. - So. 05.09.2021

... und was riskierst du für deine Musik?

Zeitgeschichte Ausstellung

Bone Music erzählt die außergewöhnliche Geschichte sowjetischer Bootleg-Pressungen auf alten Röntgenplatten aus Krankenhäusern.

Als während des Kalten Krieges das Sowjet-Regime die Tonträgerindustrie brutal kontrollierte, Tonbandgeräte noch nicht auf dem Markt und Vinyl rar waren, kamen Musikliebhaber im Untergrund auf eine außergewöhnliche Idee: Mit eigens gebauten Aufnahmegeräten pressten sie zensierte Musik auf alte Röntgenbilder aus Krankenhäusern. Auf diese Weise fanden auch verbotene Lieder und Genres – von westlichem Jazz, Rock 'n' Roll, russischen Auswanderer-Volksliedern, Gypsy-Tangos bis Prison Songs – ihren Weg im Verborgenen auf die Schallplattenspieler damaliger Musikfans. Vom 14. August bis 5. September erzählt BONE MUSIC – die Ausstellung zum X-Ray Audio Projekt dieses spannende und hochpolitische Stück Musikgeschichte aus einer Zeit, in der Menschen für ihre Lieblingsmusik Strafen oder sogar Haft riskierten. Zugleich enthüllt die Ausstellung die unbeabsichtigte Schönheit und Eleganz der seltenen „BONE MUSIC”-Platten, die einst aus der Not heraus entstanden sind. BONE MUSIC ist immer donnerstags bis sonntags von 12:00 bis 20:00 Uhr in der Villa Heike nahe der Gedenkstätte Hohenschönhausen im ehemaligen Stasi-Sperrgebiet bei freiem Eintritt geöffnet. Nach Tel Aviv, Moskau, Tokyo, London, Belfast und St. Petersburg kommt BONE MUSIC nun nach Berlin. BONE MUSIC wird kuratiert vom X-Ray Audio Project (UK), Stephen Coats und Paul Heartfield, in Zusammenarbeit mit Cardboardia (RUS) und buero doering – Fachhandel für Ereignisse und wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und das Bezirksamt Lichtenberg, Amt für Weiterbildung und Kultur. Kooperationspartner sind die Gedenkstätte Hohenschönhausen und Dussmann.

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